Ist die Zerstörung der Alpen als menschlicher Lebens- und Wirtschaftsraum überhaupt noch aufzuhalten? Degenerieren sie zu einem Erlebnispark, zu Transiträumen mit Städtebändern oder zu einer Entsiedlungsregion? Und sorgt die Klimaerwärmung dafür, dass die Alpen unbewohnbar werden? Der international bekannte Alpenforscher Werner Bätzing hat sein vielfach gerühmtes Alpenbuch erneut grundlegend überarbeitet und in allen Aspekten aktualisiert. Er zieht darin die Bilanz seiner fast 50-jährigen Beschäftigung mit dem einzigartigen Natur- und Kulturraum Alpen.
Bätzing schildert, wie die Alpen als Lebens- und Wirtschaftsraum und als Kulturlandschaft entstanden sind, wie sie ab 1880 durch Tourismus, Industrie, Wasserkraft, Verstädterung, Verkehr und den Zusammenbruch aller traditionellen Lebens- und Wirtschaftsformen vollständig verändert werden und wie ihre Zukunft bis zum Jahr 2050 aussehen könnte. Die zentrale Frage dabei ist, ob und wie die traditionellen Naturerfahrungen im Alpenraum – Naturveränderungen ohne Umweltzerstörung – gegenüber den Zerstörungen durch das moderne Wirtschaften und Leben so aufgewertet werden können, dass die Alpen eine lebenswerte Zukunft erhalten. Zahlreiche Fotos und Karten veranschaulichen die Argumente des Autors und machen die Lektüre zu einem Erlebnis.
Werner Bätzing ist der international anerkannte Experte für den Alpenraum.
Seit 1977 beschäftigt er sich in fach- und grenzübergreifender Perspektive mit
den Problemen des Alpenraums. Bätzing ist u. a. wissenschaftlicher Berater der
Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA, Beiratsmitglied im
internationalen Verein «Pro Vita Alpina» sowie Mitglied im Fachbeirat des
deutschen Alpenvereins. Den Bergfreunden bekannt wurde er auch durch seine
Beschreibung des piemontesischen Weitwanderwegs «Grande Traversata delle
Alpi», der von der Schweizer Grenze bis zum Mittelmeer führt.
5., völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage, 2026
502 S., mit 17 Tabellen, 30 Karten und 155 farbigen Abbildungen
Hardcover


















